Regisseur Riedelsheimer (Wikipedia) schafft es, Wissenschaft und Kunst zu verbinden, indem Physiker mit Künstlern reden und sich gegenseitig inspirieren. Seine beobachtende Kamera ist dabei und lässt den Zuschauer in Gedankenwelten eintauchen und sich im Licht verlieren, mal poetisch, mal ganz physikalisch handfest.
Offizeller Trailer
Der Regisseur selbst sagt, dass er mit Tracing Light ein Phänomen umkreist, dass ihn wie kein zweites berührt und ehrfürchtig macht. Das merkt man dem Film an, denn erst dieses Umkreisen macht es dem Zuschauer möglich, mit auf die Reise zu gehen und immer wieder neu das Phänomen Licht zu entdecken. Er wird dabei an die Hand genommen: Vom Regisseur, von den Physikern und den Künstlern, die jeweils ihre eigenen Zugänge zum Phänomen Licht anbieten. In eher kontemplativen Phasen hat man dann die Möglichkeit, das gerade gesehene nochmal zu erleben und für sich zu bewerten.
Wer sich auf den Film einlässt, bekommt viele neue Erkenntnisse und Anregungen, auch als Licht-Spezialist. Und da die Physik noch dabei ist, das Phänomen Licht zu erkunden und hier noch lange nicht am Ziel angekommen ist, will auch der Film keine abschließende Antwort geben. Angeregt, sich weiter mit dem alltäglichen, überall vorhandenen Phänomen Licht zu beschäftigen, verlässt man das Kino zwar mit mehr Fragen, als man vorher hatte, aber man fühlt sich gut dabei.
Daher meine klare Empfehlung, sich den Film anzusehen – Kinos und Termine sind auf der Webseite des Films zu finden.
Thomas Riedelsheimer im Interview
Rezension der Süddeutschen Zeitung
Martina Knoben, 15. Januar 2025:
"Tracing Light" im Kino - Guck mal, was da schimmert:
"Jeder glaubt zu wissen, was Licht ist. Aber dann gräbt man ein bisschen tiefer und merkt, dass man keine Ahnung hat": Thomas Riedelsheimer erkundet in „Tracing Light“ den Zauber elektromagnetischer Strahlung.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/tracing-light-thomas-riedelsheimer-rezension-dokumentarfilm-licht-lux.AEjrSYz9C5oZ11LJiAebVu