Die Stadteil Elwood in der südaustralischen Metropole Melbourne liegt direkt an der großen Bucht Port Philip. Die Promenade Elwood Foreshore zeichnet sich durch eine nach Südwesten ausgerichtete und sanft geschwungene Küstenlinie aus, die insbesondere an den Abenden von Flaneuren und Freizeitsportlern aktiv genutzt wird. Vor diesem Hintergrund hat die City of Port Phillip den Lichtplaner Simon Gullifer beauftragt, die Beleuchtung entlang der Promenade zu überarbeiten.
Komplexe Anforderungen für den Schutz von Natur und Nachthimmel
Dem Auftraggeber hat bei der Ausschreibung des Projekts eine besonderes Augenmerk auf die Synthese der Anforderungen von Mensch und Natur gelegt. Zum einen sollte eine angenehme und sicherere Umgebung für die Nutzer des Spazierwegs und Aussichtspunkts insbesondere in den Abend- und Nachtstunden geschaffen werden, zum anderen sollte das Licht präzise gelenkt werden, so dass die heimischen Pflanzen und das Meer nicht von Streulicht beeinträchtigt werden. Darüber hinaus waren Anforderungen für eine Dark Sky zertifizierte Beleuchtungsanlage einzuhalten und eine Umrüstung auf modernere LED-Technologie sollte den Energieverbrauch der Beleuchtungslösung weiter reduzieren. Zudem sollten die neuen Leuchten auf bestehenden Masten installiert werden, um bestehende Infrastrukturen nachhaltig weiter zu nutzen und die Projektkosten gering zu halten.
F-System XS überzeugt Planer und Auftraggeber
Der Planer beantwortete diese komplexen Anforderungen mit der Auswahl und Bewertung von Leuchten acht unterschiedlicher Hersteller, um dem Auftraggeber einen transparenten Marktüberblick zu gewährleisten. Dabei wurde das F-System XS aufgrund seiner überzeugenden Leistungsparameter und der minimalistischen Ästhetik des Produkts zur Realisierung favorisiert.
Besonders entscheidend waren dabei die präzise Lichttechnik, die der Anforderung der Streulichtvermeidung entsprach sowie die ADSA Zertifizierung der Leuchten. Die Leuchte ist nach den strengen Anforderungen der Australian Dark Sky Alliance für Projekte zugelassen, bei denen besonders hohe Anforderungen für den Schutz des Nachhimmels gelten. Zudem überzeugte den Auftraggeber die Korrosionsbeständigkeit der Leuchten - ein besonders wichtiges Kriterium in der stark salzhaltigen Atmosphäre des Küstenstreifens. Eine kundenspezifische Montagehalterung sorgte außerdem dafür, dass die Leuchten an den vorhandenen Masten verwendet werden konnten.
Insgesamt wurden 77 ADSA-geprüfte Mastaufsatzleuchten des Typs F–System F1 XS geliefert, allesamt ausgestattet mit Linsen der A–Serie. Das Projekt zeichnete sich nicht zuletzt auch durch seine smarten Funktionen aus: Jede Leuchte wurde mit einem integrierten Infrarot-Bewegungssensor ausgestattet, um das Licht nur bei Anwesenheitserkennung auf 100% hochzufahren. Sonst ist die gesamte Anlage auf 50 % gedimmt, um Energie zu sparen und die Lichtemissionen zu minimieren.
Die Beleuchtungsanlage steht außerdem im Einklang mit den Prinzipien der Australian Dark Sky Alliance (ADSA): Die F–System Mastaufsatzleuchten sind mit 3.000K Warm White LEDs zum Schutz der Insekten und Optiken ausgestattet, die den ADSA-Anforderungen zur Abblendung der Leuchte genügen. Dabei muss das sogenannte „Front and Back Very High Uplight“ (FVH & BVH) unter der kritischen Grenze von 2 % bleiben und gleichzeitig das „Upward Waste Light“ 0% betragen. So wird gewährleistet, dass Direktlicht der Leuchte nicht in den Himmel strahlt.
Technische Exzellenz führt zu Aufenthaltsqualität
Für ewo bot dieses anspruchsvolle Projekt die Möglichkeit, den Planer und Kunden mit einer nachhaltigen Lösung zu überzeugen. Die Kombination aus differenzierter Lichttechnik, robuster Konstruktion, einer smarten Steuerung und der Möglichkeit, auf individuelle Kundenbedürfnisse einzugehen, gab dabei den Ausschlag. Viel wichtiger aber für die Menschen vor Ort ist die neue Qualität, die dieser besondere Küstenstreifen gewonnen hat. Gute Orientierung bei minimierter Blendung sorgen für ein Gefühl von Sicherheit und ermöglichen es, auch nach der Dämmerung die Nähe zum Meer zu genießen.